Dienstag, 2. August 2011

Die goldene Mitte

Hm.
Ja, also das wäre dann ... meine Bloggerseite. 
Ich habe es eigentlich nur Rikkai zu verdanken, dass ich hier nun etwas hinschreiben muss und wirklich keine Ahnung habe was. Und vermutlich interessiert sich auch nur Rikkai für das, was ich hier so alles niederschreibe (warum auch immer...).

However. Jedenfalls berichte ich jetzt mal von meiner persönlichen Lebensphilosophie, meinem Leitfaden, meiner Überzeugung, meinem Motto. Dabei geht es darum, in (so gut wie) allem, die goldene Mitte zu finden. Die vorangegangene Klammerbemerkung wurde sehr bewusst gewählt, ich werde zu einem späteren Zeitpunkt darauf eingehen. Jetzt also zur goldenen Mitte:

Das Prinzip geht auf das Wertequadrat von Schulz von Thun zurück. Meiner (und zufälligerweise auch seiner) Überzeugung nach gibt es für jede Charaktereigenschaft ein Gegenstück, ein Gegenstück oder auch mehrere Gegenstücke. Bewegen wir uns im Bereich von positiven Eigenschaften und nehmen ein Beispiel: Sparsam - Großzügig. Beides sind positive Eigenschaften, jedoch eben gegenteilig. Gut, soweit klar? 

Dann weiter: Jede positive Charaktereigenschaft kann, wenn sie übertrieben wird, ins Negative fallen. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Ist man nur noch sparsam, wird man geizig. Ist man zu großzügig wird man verschwenderisch. Soweit sind meine Gedankengänge hoffentlich noch nachvollziehbar. Um es noch einmal zu verdeutlichen und Schulz von Thun alle Ehre zuteil werden zu lassen, hier nochmals so ein Wertequadrat:

Vertrauen <---------------------------------> Vorsichtig
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Naive Vertrauensseeligkeit <-------->  Paranoides Mistrauen


Oben Positiv, unten Negativ. Links - Rechts je das ungefähre Gegenteil. Das kann man auch ziemlich jede Eigenschaft anweden, auch wenn manchmal das richtige Wort fehlt. Hier einfach noch einmal eine veralgemeinerte Version:




Und jetzt gibts psychologisch interessante Methoden, um eben da von einem Extrem weg zu kommen, aber ich mag hier echt nicht alles ausführen und eigentlich ist das Prinzip auch ganz einfach:

Die goldene Mitte finden.

Und damit wären wir wieder beim eigentlichen Thema angelangt. Man versteht wohl langsam, auf was ich hinaus will. Man sollte - meiner Meinung nach - immer schön das Mittelmass anstreben. Ich meine damit: Nicht zu verschwenderisch umgehen mit Geld, jedoch auch nicht zu gierig. Nicht zu verschlossen sein, jedoch auch nicht zu vertrauensseelig. In einer Beziehung nicht nur an die eigenen Bedürfnisse denken, jedoch auch nicht nur an die des Partners. Nicht zu egoistisch, jedoch auch nicht zu selbstlos. Immer die Mitte finden. Das ist leichter gesagt als getan - aber aus Worten werden ja Taten. Naja, nicht immer. Aber oft. Oder so.

Tja, soviel zu meiner Philosophie. Und nun noch zu der oben erwähnten Klammerbemerkung: Natürlich kann man das nicht radikal auf alles anweden. Nur auf fast alles. Ich meine, man muss kein Mittelmass finden zwischen Morden und nicht Morden. Und man muss auch nicht ein Mittelmass finden zwischen "nach Jesus streben" und "nach dem Teufel streben". Sowas ist ja klar, logisch und hoffentlich allen verständlich. Aber es musste mal erwähnt sein.

Ich glaube ich könnte hier noch stundenlang weiter philosophieren, aber ich bezweilfe, dass es wirklich jemanden gibt, der bis hierhin alles durchgelesen hat und darum schliesse ich hier mal meine Ausführungen. 

Itte kimasu!

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